Projekt

Projektidee

"Die Kulturwirtschaft ist ein Wachstumsmarkt in Berlin. Das Neben- und Miteinander von Szenekultur und traditioneller Hochkultur, das Ineinandergreifen von Kulturerbe, Kunst, Medien, neuen Technologien und multikulturellen Einfl üssen bedingt Berlins Ausnahmestellung in Deutschland und bezeichnet eine wesentliche Parallele zu London und New York. Um der steigenden Bedeutung der Kulturwirtschaft in Berlin Rechnung zu tragen, wurde ein seit Jahren leer stehendes ehemaliges Umspannwerk der Bewag/Vattenfall in ein Kreativzentrum verwandelt. Freiberuflern aus den Bereichen der so genannten "creative industries" wird hier die Möglichkeit gegeben, ihr Unternehmertum zu entfalten. Es gilt, modellhaft zu zeigen, dass Immobilienleerstand einerseits und der Bedarf an preiswerten Gewerberäumen für die Kreativwirtschaft andererseits, durchaus eine Allianz einzugehen in der Lage sind. Langfristiges Ziel ist die dauerhafte Ansiedlung der Gewerbetreibenden bzw. eine Institutionalisierung des Projekts.

Projektträger und -finanzierung
Christiania (früherer Name der Stadt Oslo) ist ein Projekt der L.I.S.T. (Lösungen im Stadtteil) GmbH in Zusammenarbeit mit dem Bezirk Mitte, dem Atelierbüro des BBK, Förderband e.V. und dem DIW Berlin. Es wird aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) sowie der Agentur für Arbeit Berlin-Mitte finanziert und ist bis März 2007 befristet.

Historie des Hauses
Das ehemalige Umspannwerk "Christiania" wurde 1928/29 vom Hausarchitekten der Bewag, Hans Heinrich Müller, errichtet. Mitte der siebziger Jahre zum Bürohaus umfunktioniert, diente es der Bewag weitere 20 Jahre als Verwaltungsgebäude. Seit 1997 stand die Immobilie leer.

Projektumsetzung

Wo früher Transformatoren standen, tummeln sich jetzt Fotografen und Designer, Musiker und Journalisten. So unterschiedlich wie die Vielfalt der Branchen ist auch die Orientierung der Gewerbetreibenden.
Einige agieren stark marktwirtschaftlich geprägt, während andere sich eher an der Schnittstelle zwischen Wirtschaft und Kunst ansiedeln. Das Büro Christiania sieht seine vordringliche Aufgabe darin, diese unterschiedlichen Gruppen zu konzentrieren und sie bei der Vernetzung, sowohl innerhalb des Hauses als auch nach außen hin, zu unterstützen. Dazu gehört das Herstellen von Kooperationen mit anderen Kreativinitiativen (z.B. Kolonie Wedding) ebenso wie das Akquirieren von Aufträgen und Fördermöglichkeiten, die Organisation von Highlights und eine angemessene Öffentlichkeitsarbeit (Website).